Die Bisttalmöwen aus dem Saarland bedanken sich bei ihren Freunden vom Shantychor Berlin für die Einladung zum 14. Festival der Seemannslieder und die schönen Stunden, die sie im Kreise gleich gesinnter Sänger und Sängerinnen in der Hauptstadt verbringen durften.  
  Wir wollen mit dem folgenden Reisebericht all denen, die dabei waren, noch einmal Gelegenheit geben, sich - neben den Erinnerungen an das Festival der Seemannlieder - mit den vielen Eindrücken weltstädtischer Eleganz und preußischer Tradition auseinander zu setzen, die während des leider viel zu kurzen Aufenthaltes auf uns eingestürmt sind.

Den anderen, die nicht mitfahren konnten, soll er Ansporn sein, sich an einer der nächsten Fahrten des Chores wieder zu beteiligen.
 
 

Reise und Unterbringung

 
  Wieder einmal hat die Fa. Horst Becker in Spiesen den organisatorischen Teil unserer Fahrt nach Berlin in gewohnt guter Qualität übernommen, und wieder einmal hat uns unser lieber Michel als Fahrer und echter Kumpel in seinem Bus mitfahren lassen.
Lieber Michel, es stellt sich eigentlich nur noch die Frage, wann du endlich unserem Chor beitrittst.
Wie auch immer, wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Fahrt mit dir.
 
   
  Das internationale Hotel ESTREL hat uns während unseres Berlin-Aufenthaltes beherbergt. Der Service und das Ambiente des Hauses, das mit etwas Phantasie an ein Kreuzfahrschiff erinnert, sollten die gestellten Erwartungen der Mitreisenden nicht enttäuscht haben.
Enttäuschend und ärgerlich war es jedoch, daß die Hotelleitung das geplante und abgesprochene Abschiedssingen nach dem Abendessen abrupt beendete und untersagte.
Immerhin wurde uns aber erlaubt, im Hotelbereich unser Programm für das Festival vor dem Auftritt noch einmal zu proben.
 
   
 

Der Grund der Reise

 
  Zugegeben, man braucht nicht unbedingt einen Anlass zu haben, um Berlin einen Besuch abzustatten - die Stadt selbst mit seinen tausend verschiedenen Gesichtern ist Grund genug. Und Berlin macht Lust - auf mehr, wie einmal ein Slogan der Touristikzentrale so treffend formulierte. Doch wir sind in erster Linie hierher gekommen um zu arbeiten.  
  Und wie hart wir arbeiten mussten! In den Katakomben des Hotels hat uns unser Chorleiter am frühen Samstagmorgen in einer strengen Generalprobe für den Auftritt am Nachmittag fit gemacht. Übrigens sehr zur Verwunderung - aber auch zur Freude - einiger Hotelgäste, die auf ihrem Weg von der Tiefgarage zur Hotelhalle unerwartet mit Seemannsliedern begrüßt wurden.  
  Der große Sendesaal des Senders rbb - Radio Berlin-Brandenburg - hat sich ab Mittag bis zum Beginn des Konzertes um 15 Uhr nach und nach gefüllt. Voller Spannung harren die Zuschauer der Dinge, die da kommen werden. Daß der Saal am Ende komplett besetzt war, zeigt, daß es auch in einer Stadt wie Berlin noch viele Menschen gibt, die trotz der Fülle des kulturellen Angebotes auch noch an der maritimen Musik ihre Freude haben.  
  Das Festival der Seemannslieder war international besetzt. Die Bundesrepublik Deutschland war so zu sagen "umfassend" vertreten - vom Nordwesten - vertreten durch den Shantychor Cuxhaven - über den Nordosten, der von den Gastgebern, dem Shanty-Chor Berlin vertreten wurde bis zum Südwesten. Das internationale i-Tüpfelchen setzten die Lady Pirates aus Windschoten in den Niederlanden.  
   
 

Nachwehen

 
  Als das Publikum des Festivals schon längst in - hoffentlich freudigen - Erinnerungen an den Nachmittag im Sendesaal schwelgte, war für die Chöre noch längst nicht Feierabend. Mitten im Herzen von Berlin am berühmten Kranzlereck befindet sich auf dem Kurfürstendamm der Alt-Berliner Biersalon. Hier gab es am Samstagabend für die Touristen - möglicherweise haben sich auch ein paar Berliner Stadtbummler hierher verlaufen - noch eine weitere Kostprobe seemännischer Weisen. Auch der Austausch von Erinnerungen und Gastgeschenken der Chöre fand in diesem Rahmen statt. Und da das ganze einen so guten Anklang fand, wurde der Frühschoppen am Sonntagmorgen ebenfalls in den Biersalon verlegt, und die Kneipenbesucher konnten ihr Bier oder ihr Frühstück ebenfalls bei maritimen Klängen geniessen.  
   
   
 

Ganz kleines Bilderbuch von Berlin und Potsdam

 
  Einige wenige Bilder von den Stadtrundfahrten in Berlin und Potsdam sollen die Berichterstattung über unseren Ausflug in die Hauptstadt beschliessen. Die Mauerreste am Stralauer Ufer der Spree, Impressionen vom Brandenburger Tor und vom Reichstag sowie das Holländische Viertel in Potsdam stehen stellvertretend für die Fülle der Eindrücke, die jeder von uns auf seine ganz eigene persönliche Weise aufgenommen und verarbeitet haben wird.  
   
   
   

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