Schulschiff Deutschland - Chor
Bremen-Vegesack

24.-26. April 2009

 
  Bremen Maritim 2009 - so lautete der offizielle Name des 1. Shantyfestivals, das Wolfgang Keil vom Schulschiff Deutschland - Chor mit seiner Crew im Pier 2, einer ehemaligen Schiffsreparaturwerft der AG Weser, ausgerichtet hat. Dieses Festival mit acht Chören aus 4 Nationen war in der Tat international, und alle, die dabei waren, sind um einige interessante Erfahrungen sowie schöne und bleibende Eindrücke reicher wieder nach Hause gefahren.  
  Der Bus der Bisttalmöwen mit seinem Kapitän der Landstraße Michael hat am Freitagmorgen pünktlich um sieben Uhr die "Saarbrücker Fraktion" des Chores in Empfang genommen. Nachdem der Rest der Mannschaft am Shantyheim in Schaffhausen ebenfalls an Bord gegangen war, ging die Reise zunächst in Richtung Trier und Eifel. Am Rasthof Brohltal war dann ein Verpflegungshalt eingeplant.  
  Hier wurde das traditionelle Bergmannsfrühstück eingenommen, bevor es über die südliche Umgehung von Köln in Richtung Norden weiterging. Ein paar kleine Staus haben unseren Vorwärtsdrang nicht weiter beeindruckt.  
  Wir haben unser Hotel "Horner Eiche" in Bremen jedenfalls so rechtzeiti erreicht, daß bis zum Beginn unseres Abendprogrammes noch ausreichend Zeit für die verschiedensten Aktivtitäten oder auch ein Nickerchen zur Verfügung stand.  
 
 
  Das Festival begann am Freitag mit einem Kennenlernabend. Bei einem reichhaltigen Büffet und gut gekühlten Getränken gab es zwischen manchen alten Bekannten ein großes Hallo und viel Wiedersehensfreude. Es wurden aber auch neue Freunschaften geschlossen - das richtige Warming up für den eigentlichen Festivaltag am Samstag.  
   
  
  
  Samstag - der Tag des Festivals  
  Ein im besten Sinn des Wortes bunt gemischtes Programm wurde den Zuschauern, die den Weg in die Halle gefunden hatten, von den teilnehmenden Chören geboten. Jeder Chor hatte seine eigene unverwechselbare Charakteristik, aber alle waren Meister ihres Faches. Der Schulschiff Deutschland - Chor hat bei der Auswahl seiner Gäste ein gutes Händchen bewiesen.

 
  Schulschiff Deutschland-Chor  
  Die Gastgeber hatten neben ihren Gesangsauftritten zusätzlich noch eine Reihe von organisatorischen Aufgaben zu meistern, was ihnen gleichfalls recht gut gelungen zu sein schien. Von Pannen größeren Pannen ist jedenfalls nichts bekannt geworden.  
  
  
  Shantychor Spiez (Schweiz)  
  Eine kleine, dafür aber umso feinere Truppe hat wohl alle Anwesenden sehr positiv überrascht. Die Schweizer können nicht nur jodeln und Geld verwalten, sondern auch richtig gute Shanties singen. Ein herzliches Grüezi an den Thuner See!  
  
  
  Schaumburger Shantychor  
  "Warum nur immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute auch in der Nähe zu finden ist?" Das mag sich der Veranstalter gedacht haben, als er die "Nachbarn" vom Steinhuder Meer bei Hannover eingeladen hat. Die Wege der "Schaumburger" und der Bisttalmöwen haben sich in den vergangenen Jahren schon einige Male gekreuzt.  
  
  
  Shantykoor "De Noszélie Singers" Stadtskanaal (Niederlande)  
  Mit den holländischen Sangesbrüdern verbindet uns schon seit vielen Jahren eine tiefe Freundschaft - und eine gemeinsame Freundin: Meisje. Ohne dieser armen einsamen Seemannsbraut gemeinsam zu gedenken, können wir uns einfach nicht trennen!  
  
  
  Shantychor Berlin  
  Noch ein "alter Bekannter". Auch mit dem Berliner Shantychor gab es schon gemeinsame Auftritte mit den Bisttalmöwen, auch an der Saar und an der Spree.  
  
  
  Langesund Mandssangforening (Norwegen)  
  Aus dem Süden Norwegens sind auch Wikinger in Bremen an Land gegangen und haben das Festival auf ihre ganz spezielle Art aufgemischt. Auch wenn die Auftritte bei dem einen oder anderen ein gewisses Gewöhnungsdefizit hinterlassen haben mögen: gesanglich war diese Truppe allererste Sahne.  
  
  
  Bergen Munnspillorkester  
  Auch diese 6 Mann starke Gruppe kommt aus Norwegen. Sie hat die gesanglichen Darbietungen der anderen Chöre durch eher instrumentale Beiträge, vorwiegend Mundharmonika, umrahmt. Auch diese Herren setzten nicht nur durch ihre Musik, sondern auch durch ein ausgesprochen eindrucksvolles Outfit Akzente.  
  
  
  Bisttalmöwen  
   
  
  
  Das große Finale aller Beteiligten  
   
 
 
  Neben den musikalischen Auftritten in Pier 2 bestand auch die Möglichkeit, das Schulschiff Deutschland persönlich zu besuchen. Diese Möglichkeit haben einige Sänger der Bisttalmöwen wahrgenommen, die bei unserem letzte Besuch beim Schulschiff Deutschland - Chor nicht dabei waren.  
   
 
 
  Am Sonntag gab es vor der Heimreise noch zwei weitere Leckerbissen:
Zunächst einen Gottesdienst im Bremer St. Petri - Dom, den einige der Chöre gesanglich mitgestaltet haben - auch die Bisttalmäwen beteiligten sich zwischen dem christlichen Glaubensbekenntnis und der Predigt der Pfarrerin mit zwei Liedbeiträgen ( "Molly Mallone" und "Everybody goes to changer" ).
Die musikalische Umrahmung durch alle Chorbeiträge waren insgesamt sehr ergreifend und ein besonderes Erlebnis für die Besucher des Gottesdienstes.
 
   
 
 
  Zum Abschluß des Bremen-Besuches gab es im Rathaus zu Bremen einen Empfang des Senats für die Teilnehmer des Festivals. Unter den strengen Augen Friedrich Eberts hieß die Senatorin für Finanzen, Karoline Linnert, die Gäste im "Wohnzimmer" der Hansestadt Bremen in der oberen Rathaushalle herzlich willkommen.  
  Peter Mögling überbrachte als "Botschafter des Saarlandes" die Grüße der Landesregierung und überreichte der Frau Senatorin einen Bildband aus der Heimat der Bisttalmöwen.  
  Im Bremer Rathaus, in dem der hanseatische Kaufmannsgeist allgegenwärtig ist, gibt es für den interessierten Betrachter eine ganze Fülle von handwerklichen und künstlerischen Details zu entdecken. Hier eine kleine Auswahl:  
   
 
 
 
  Die entspannten Mienen unserer Gastgeber, dem Käp'ten Wolfgang und dem Lotsen Didi, zeigen, daß sie mit uns ebenso zufrieden waren wie wir mit ihnen.  
Nur Michael wartet wohl immer noch auf die letzten Nachzügler.

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