Shanty-Chor Haren (Ems)
Harener Püntentage

 
   
  Unsere Freunde vom Harener Shanty-Chor haben uns neben anderen namhaften Chören aus Norddeutschland und Holland zu ihrem Shantyfestival eingeladen, das am 19. September 2009 im Rahmen der "Harener Püntentage" stattgefunden hat.
Dem interessierten Leser stellt sich zuerst einmal die Frage, was eigentlich eine Pünte ist.
 
  Daß es dabei irgendwie um Wasser geht, hat man wohl schon geahnt. Warum sonst würden Shantychöre auf einem Fest mit einem derartigen Namen auftreten?
Also, Pünten sind oder waren kleine Lastkähne zum Transportieren von Torf und anderen Gütern über die Ems. Sie wurden mit Hilfe von Menschen- oder Pferdekraft an Tauen über den Fluss gezogen.
 
  Wenn die Bisttalmöwen in Haren Station machen, freut das normalerweise Herrn Greive, Besitzer des gleichnamigen Hotels in Haren, immer ganz besonders. Er weiss, daß wir seine Gastfreundschaft schätzen. Aber wenige Monate vor unserem Eintreffen erlebte Herr Greive den Super-GAU: ein Teil seines Hotels ist während der Durchführung von Bauarbeiten so zu sagen vom Erdboden verschluckt worden! Seitdem wird ein Teil des Hotelbetriebes vorübergehend im Container abgewickelt, und einige unserer Mitfahrer mussten deshalb auch außerhalb untergebracht werden. Aber trotz der unumgänglichen Beeinträchtigungen fühlten wir uns auch dieses Mal wieder sehr gut aufgehoben.
Herr Greive, wir drücken Ihnen die Daumen, daß bald wieder alles in den gewohnten Bahnen verläuft!
 
   

Sternmarsch und Gottesdienst

  Das Festival wurde am Samstagvormittag mit einem Sternmarsch der bereits eingetroffenen Chöre eröffnet. Manfred Giessen vom Harener Shanty-Chor - übrigens über Jahre hinweg ein Wahl-Saarländer - führte uns zum Ausgangspunkt des Marsches.
Dort erwarteten uns bereits unsere Junglotsen, die uns ortskundig durch die fremde Stadt geleiteten.
 
  Welch ein Zufall! Unser Zug durch Haren beginn im kleinen Frankreich. Armand war sofort in seinem Element und intonierte die Marseillaise.  
  Im weiteren Verlauf unseres Marsches gelangten wir an die wohl verkehrsreichste Kreuzung Harens, wo die Stadtverwaltung spontan eine Umbenennung der Straße veranlasste, wie man auf einem der Bilder erkennen kann. Der Chor dankte ebenso spontan mit einer extra Zugabe.  
   
  Um 12 Uhr mittags trafen sich alle Chöre des Sternmarsches zum Empfang im "Emslanddom". Dort wurden sie von den kirchlichen und weltlichen Vertretern der Stadt Haren sowie vom 1. Vorsitzenden des ausrichtenden Shantychores Haren begrüßt.
Der Empfang wurde durch ein paar Seemannslieder, dargeboten von den Bisttalmöwen, abgerundet.

Auf den Emswiesen

  Während sich die Chormitglieder mit Kaffee und Wasser die knappe Freizeit bis zum nächsten Auftritt vertrieben, durfte unser Rainer Bay beweisen, daß er nicht nur ein guter Chorleiter sondern auch ein exzellenter Motivator für die Kleinsten sein kann. Mit den Kindern des Kindergartens St. Elisabeth studierte er im Schnellverfahren das Lied von der Schlange Serpentina ein und trug es mit den begeistert mitmachenden Kindern im Festzelt an der Ems vor.  
  Einer der Höhepunkte des Nachmittages war die Taufe des Fahrgastschiffes Amisia und außerdem gab der Heimatverein Haren mit seinen beiden Museen entlang des Emsufers interessante Einblicke in das Leben der vergangenen Jahrhunderte im Emsland.  
  Selbsvertändlich war auch für das leibliche Wohl in jeder erdenklichen Form - fest, flüssig, heiß, kalt, süß, scharf - gesorgt.  
  Die Bühne steht bereit, die Technik ist angeschlossen, nun kann das große Festival beginnen. Neben den gastgebenden Sängern aus Haren und den Bisttalmöwen wirken an der Gestaltung der Feier mit:
  • Schulschiff Deutschland - Chor aus Bremen-Vegesack
  • Noszélie Singers aus Stadskanaal (NL)
  • Bingumer Shantychor aus Leer
 
   
  Die teilnehmenden Chöre in der Reihenfolge der Auftritte. Leider fanden die Darbietungen des Bingumer Shantychores sowie des gastgebenden Harener Shantychores erst nach Einbruch der Dunkelheit statt, was sich ziemlich stark auf die Qualität des Bildmaterials ausgewirkt hat. Nicht ausgewirkt hat sich die nächtliche Atmospäre auf die Qualität des Gesanges. Beide Chöre erfüllten - jeder auf seine ganz spezielle Weise - den lauschigen Spätsommerabend an der Ems mit Shanties und Seemannsliedern vom Feinsten.
Da um 22 Uhr als Abschluss des Tages ein großes Feuerwerk angekündigt war, konnten sich die Chöre auch über ein recht zahlreiches Publikum freuen.

Hier nun ein paar Impressionen um die Bühne herum:
 
   
   
  Für die Bisttalmöwen klangen die Harener Püntentage am Sonntagmittag nach einem Frühschoppenkonzert mit unseren Harener Freunden aus. Peter Mögling bedankte sich für die Einladung und die schönen Stunden, die wir an der Ems verbringen durften.
Als der Chor gegen 13 Uhr die Heimreise antrat, gab es noch ein Abschiedsständchen einer kleinen Harener Delegation: Muß i denn zum Städtele hinaus.
 
  Gegen 20 Uhr hatten die Bisttalmöwen wieder zu ihren Nestern gefunden, und eine wunderschöne Reise war zu Ende.  
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