Man mag es kaum glauben, aber es ist wahr: Schon wieder ist ein Jahr vergangen, und das größte Spektakel an und auf der Saar geht in seine elfte Runde! Natürlich sind auch wir, die Bisttalmöwen mit Freunden, wieder mit an Bord.  
  Dieses Mal haben uns zwei tolle Chöre aus dem Norden unterstützt. Vom Weserstrand kommen unsere Freunde aus Bremen-Rekum, der Schifferchor Rekum.
Am drittgrößten der drei deutschen Nordseeströme, der Ems, sind unsere anderen Freunde zuhause, der Harener Shantyhor.
 

Shanties und Orgel in der Ludwigskirche

  Wie bereits in den Jahren zuvor beginnen wir unser Spektakel eher getragen, denn neben Shanties der drei Chöre gab es in der Saarbrücker Ludwigskirche auch in diesem Jahr wieder Orgelmusik, dargeboten von Tobias Naumann-Rothe. Nach einer Seemannsandacht, gehalten von Pfarrer Paulußen, wurden wir dann mit Gottes Segen auf die Festwiese entlassen.
 
   
  Übrigens:
Die Besucher unseres Konzertes haben mit freiwilligen Spenden in einem Gesamtbetrag von nahezu 700 die Restaurierungsarbeiten an der Kirche unterstützt.
 

Am Samstag im Zelt

  Es lag ganz sicher nicht an dem maritimen Wetter, sondern wohl eher an der maritimen Musik, daß das Festzelt auf der Saarwiese wieder bis auf den letzten Platz besetzt war, als der Shantychor aus Haren das dreistündige Konzert eröffnete.  
  Danach gaben die Bisttalmöwen wieder alles, um ihr Publikum nicht zu enttäuschen. Das ist ihnen selbstredend wieder voll und ganz gelungen.  
  Auch der Schifferchor Rekum, der den Abschluß der musikalischen Reigens bildete, machte noch einmal mächtig Dampf und wurde wie ihre Vorgänger nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen.

Erholung im Shantyheim

  Den Abend verbrachten die Chöre gemeinsam im Shantyheim, wo zum kühlen Bier warmer Lyoner gereicht wurde. Danach gab es noch Geschenke für die Gäste und von den Gästen und untereinander viel zu erzählen.  
  Doch wer glaubte, daß zwischen zwei erlebnisreichen - und sicher auch anstrengenden - Tagen recht bald "Ruhe im Schiff" herrschte, der wurde gründlich eines besseren belehrt. Ständig lief irgendein Akkordeonist mit seinem Bauchklavier umher und bildete spontan Grüppchen von Sängern, die immer noch nicht genu hatten. Diese Sorte von Menschen ist einfach nicht ruhig zu stellen, wie wir das von unserem Armand ja auch gewohnt sind!  
   
  Auch zu später Stunde zieht es immer mehr Gäste nach draußen, wo sie weiterhin von Akkordeonklängen unterhalten werden.  

Frühschoppen

  Auch am Sonntag warten noch ein paar echte Highlights auf Gäste des Saarspektakels. Die Bisttalmöwen sind als erste wieder auf der Bühne und haben den schwierigen Part übernommen, die Geister der Festbesucher wieder zu wecken und für einen unverzichtbaren Stimmungs-Level zu sorgen. Obwohl sie zunächst mit einem recht unangenehmen Zeitgenossen zu tun hatten, der ihnen die Bühne streitig machen wollte, haben sie ihn mit Hilfe von ausreichend flüssigen Mitteln letztendlich doch zum Schweigen gebracht und die Show konnte dann störungsfrei weitergehen.  
  Frau Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ließ es sich nicht nehmen, die Preisverleihungen an die Motorsportfreunde höchst persönlich selbst vorzunehmen. Nach der Begrüßung der "Frühaufsteher", die den Weg ins Zelt schon so zeitig gefunden hatten, schritt Frau Britz zur wichtigsten Aufgabe, die sie an diesem Morgen noch zu erfüllen hatte: ein Fassanstich unter den Augen von Hunderten von "Experten"! "Schafft die das?" und ähnliche bange Fragen machten die Runde.
Charlotte schaffe es - und wie! Da kann sich so mancher männliche Bürgermeisterkollege eine Scheibe abschneiden. Von der kostbaren Sängerspeisung ging jedenfalls kaum ein Tropfen verloren. Danke, Frau Oberbürgermeisterin!
 
  Nach der Siegerehrung gaben unsere Freunde aus Rekum und Haren ebenfalls noch einmal ihre musikalische Visitenkarte ab und wurden von dem begeisterten Publikum dafür mit reichlich Beifall belohnt.  

Shantychöre in ihrem Element

  Zwischenzeitlich liefen auch die Vorbereitungen für einen weiteren Höhepunkt auf Hochtouren: Die Wasserschutzpolizei des Saarlandes hat uns angeboten, von einer Pontonfähre auf der Saar den Festbesuchern am Ufer Auszüge aus unserem Repertoire zu präsentieren.  
  Selbstverständlich liessen wir uns diese einmalige Chance nicht entgehen und haben zusammen mit unseren Bremer Freunden dieses "Event" gebucht. Nachdem das THW aus drei einzelnen Pontons die stattliche Fähre zusammengebaut hatte, hieß es dann "Leinen los". Unter der ständigen Beobachtung der Wasserschutzpolizei sowie der beiden Vereinsvorsitzenden entledigten sich die Chöre dann dieser beeindruckenden Aufgabe auf dem Wasser.  
   
  Mit dieser Premiere und einem Seesack voll Erinnerungen an zwei unvergeßliche Tage an und auf der Saar sagen wir unseren Freunden aus dem Norden  
 "Farewell" 
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