Saarspektakel 2010
7. und 8. August 2010 in Saarbrücken

 
  Das Dutzend ist voll! Am Wochenende fand zum zwölften Mal das größte Wassersportereignis auf der Saar statt! Und, weil es einfach dazu gehört, war im Programmheft wieder ein "Shantyfestival" angesagt. Wie in all den Jahren zuvor, wurden auch 2010 die Bisttalmöwen wieder mit der Ausrichtung dieses Festivals beauftragt.

Trotz einiger Koordinationsprobleme mit der örtlichen Presse bezüglich der Anfangstermine waren sowohl die Ludwigskirche als auch das Festzelt am Saarufer wieder bis zum letzten Platz gefüllt. Das lag sicher neben dem ausgesprochen schönen Wetter in diesem Jahr auch an den Teilnehmern, die sich aus dem hohen Norden und aus dem tiefen Süden unserer Republik hier eingefunden hatten. Die Isarmöven aus München und der Bingumer Shantychor aus Leer in Ostfriesland gaben uns die Ehre ihres Erscheinens.
 
   
  Bei unseren bayerischen Freunden ist einer einfach nicht mehr weg zu denken: Monsignore Erwin Hausladen.
Buzi, wie ihn seine Freunde nennen dürfen, ist ein praktizierender katholischer Priester mit einer großen Münchener Pfarrei, der es sich trotz seines gesegneten Alters von über 80 Jahren nicht nehmen lässt, seinen Shantychor auf fast allen Reisen zu begleiten. Bei den Bisttalmöwen hat er schon seit Jahren einen festen Quartiermeister, der ihn bei seinen Besuchen im Saarland stets mit allem Notwendigen versorgt.
 

Orgel und Shanties in der Saarbrücker Ludwigskirche

 


Eine Orgel erwartet man ja im allgemeinen in einer Kirche, Shanties sind da doch eher eine Rarität. Und wenn dazu noch ein bayerischer Pfarrer in einem saarländischen - evangelischen! - Gotteshaus eine Seemannsandacht abhält, kann es gut vorkommen, daß man geistig ein wenig überfordert wird.
Doch daß eine solche Kombination auch ihr Publikum hat, beweist die große Kulisse in der Ludwigskirche ebenso eindrucksvoll wie die eingesammelten Spenden zur Restaurierung der Kirche, die die Chöre mit ihrem Gesang "eingespielt" haben. Über 950 war den Zuschauern das Ereignis wert. Die teilnehmenden Chöre bedanken sich dafür m Namen der Ludwigskirchengemeinde ganz herzlich.



 
   

Das Shantyzelt am Saarufer

 

Im Zelt der Bruchbrauerei am Saarufer gab es am Samstag ab 15 Uhr kein Halten mehr. Nach den eher getragenen Darbietungen in der Kirche war nun Schmissiges angesagt. Die drei Chöre begeisterten - jeder auf seine ganz spezielle Weise - ein fachkundiges und mitgehendes Publikum, das nicht nur das ganze Zelt sondern auch die gleich große Fläche auf dem Vorplatz ausfüllte. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich wie es sich für einen Shantynachmittag gehört.

 
 
  Am Sonntagmorgen gab es dann wieder den maritimen Frühschoppen im frisch gelüfteten Festzelt. In diesem Jahr fehlte die politische Prominenz ( es gab keine Siegerehrungen wie in den Vorjahren ), was erstens der guten Laune keinen Abbruch tat und zweitens den Chören zusätzliche Zeit für ihre Gesangsvorträge einbrachte, was von diesen dankbar aufgenommen wurde. Also dieses Mal alles ganz anders als sonst? - Nein, nicht ganz!  
  Der Störenfried mit seinem Whiskyfass hat trotz der falschen Zeitangaben in der Presse doch wieder mitbekommen, daß "seine" Möwen wieder im Anflug waren und hat sich lautstark unter die Bisttalmöwen gemischt und ein Mikrophon erobert. Was sollten wir tun? Das Publikum wollte ihm unbedingt zuhören, und so hat er wieder vom Leder gezogen, was das Zeug hielt.  
  Und es gab noch etwas, das sich auf dem Saarspektakel immer mal wieder wiederholt: der Geburtstag des Zeltwirtes Dirk Hoppstädter fiel mal wieder mit dem Großereignis zusammen. Natürlich liess sich die Bisttalmöwe Dirk nicht lumpen und spendierte den Sängern etwas Stimmöl.
   
  Mit diesen Eindrücken aus dem Zelt und dem Abschiedsständchen der Bingumer "Hausmusikgruppe", das in der Mettlacher Abteibrauerei am Sonntagabend vorgetragen wurde, verabschieden wir uns für dieses Jahr von unserem Saarspektakel-Publikum und von unseren Gästen aus Nord und Süd.  
 "Nicht vergessen! Nächstes Jahr geht das Spektakel weiter!" 
   
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