Hereinspaziert!

Wer im Besitz dieses heiß begehrten und heftig umkämpften Dokumentes war, konnte sich glücklich schätzen. Das 8. Shantyfestival der Bisttalmöwen war schon Wochen vorher restlos ausverkauft.
Es war wieder einmal ein Leckerbissen der ganz besonderen Art, Shanty- und Seemannsmusik an der Saar bewundern zu können - wenn man sich denn rechtzeitig um eine Eintrittskarte bemüht hat.
 
  Das Bürgerhaus in Saarbrücken-Burbach ist mittlerweile unser "Wohnzimmer" geworden. Das 8. Shantyfestival fand wieder in diesem Ambiete statt, das eine besondere Nähe der Chöre zu ihrem Publikum herstellt. Dies wirkt sich eben auch auf die wiederum tolle Stimmung im Saal aus.  
 
  Aber es war nicht nur diese räumliche Nähe, die den Funken hat überspringen lassen. Auch und besonders unsere Gäste, dieses Mal nicht aus dem ganz hohen, aber immerhin doch aus dem halbhohen Norden Deutschlands haben zu diesem besonderen Erlebnis beigetragen. Ein niedersächsischer und zwei westfälische Chöre gaben uns die Ehre ihres Besuches. Zwei dieser Chöre sind an einem der drei großen Nordseeströme Deutschlands beheimatet - der Ems.  
 
 
  Die Emsmöwen aus Rheda-Wiedenbrück  
 
  In Rheda-Wiedenbrück gibt sich die Ems ja noch recht bescheiden und pubertiert noch zum großen Strom. Trotzdem tummeln sich hier schon lautstark die grauen Seevögel.
Die Bisttalmöwen konnten sich erst im vergangenen Jahr wieder von der Schönheit und Gastfreundschaft dieses sympathischen Landstriches überzeugen. ( nochmal gucken? )
 
   
  Auch bei uns hier an der Saar waren unsere Freunde aus Ostwesfalen wieder ein richtiger Hingucker und vor allem ein Hinhörer.
Die Emsmöwen waren "sailing" mit "Weissen Segeln vor Cuxhaven". Ob auf der "Sloop John B." oder dem "Hamborger Veermaster" war nicht genau herauszufinden. Auch mit dem Tüddelband kamen sie ganz gut klar. Diese Titel waren ein paar Highlights aus ihrem gekonnten Vortrag.
 
   
  Westfälischer Fangeist pur!. Wie die Mädels dann aber ihre Liebe zum Ausdruck gebracht haben, durften wir leider nicht im Bild festhalten. Den Herren flogen im wahrsten Sinne des Wortes die Herzen ihrer Holden zu, zumindest das, was sich so um die Herzen herum üblicherweise befindet.  
 
 
  Der Shantychor Herten aus dem Ruhrgebiet  
 
  Daß man an der Ruhr nicht nur Kohlen brechen und Stahl schmelzen, sondern auch exzellent singen kann, wissen wir schon lange. Mit dem Shantychor aus Herten - einer Stadt im Herzen des Ruhrgebietes -, verbindet uns eine schon über viele Jahre währende Freundschaft.  
   
  Die Knappen aus dem Dunstkreis des FC Schalke 04 haben uns zu einer musikalischen Seereise rund um die Welt eingeladen. Dieser Einladung sind wir natürlich gerne gefolgt. Um fünf Uhr morgens ("Five o'clock in the mornig") ging es bei "Windstärke vier" aus Richtung "West-Zuid-West von Ameland" vorbei an der schottischen Hebriden-Insel Mingulay nach Alabama, wo wir dem alten Indianern John Cherokee begegnet sind. Endlich wieder daheim in der Kneipe am Moor machte nur noch ein "drunken sailor" ein wenig Arbeit.  
   
  Was hat der Kollege aus NRW da so Bedeutendes zu erzählen, dass es sogar Frau Denzer und Peter die Sprache verschlagen hat?  
 
 
  Der Papenburger Shantychor  
 
   
  In Papenburg ist die Ems schon sehr erwachsen geworden. Trotzdem ist es immer wieder ein Nervenkitzel, wenn die größten Kreuzfahrschiffe über diesen Fluss, der kaum breiter als seine Fracht ist, über Emden ins offene Meer überführt werden. Doch neben der Meyerwerft hat Papenburg noch mehr zu bieten: zum Beispiel einen Shantychor, der sich sehen lassen kann. Die Bisttalmöwen wissen es zu schätzen, daß die Freunde aus dem Emsland wieder einmal den Weg in unser Saarland gefunden haben. Ihr Festivalvortrag ist getragen von der Sehnsucht nach der Ferne und wieder zurück in die Heimat. So fliegt die kleine Möwe nach Helgoland und ist frei wie der Wind. Shenandoh und La Paloma sind zwei wahre Klassiker der besinnlicheren Art von Seemannsliedern. Mit der Mary-Ann geht es dann wieder mit dem Kapitän nach Hamburg. Doch es ist längst noch nicht alles vergangen, vergessen, vorüber.  
 
   
  Andächtig lauscht die "Freiwache" den Gesängen der Kollegen aus Rheda-Wiedenbrück.  
   
 

Die Einheimischen

 
   
  Überflüssig zu erwähnen, dass auch die Bisttalmöwen ihren Gesangsbeitrag abgeliefert haben. Als Gastgeber ist man ja traditionell als Letzter an der Reihe, was aber der Stimmung in keiner Weise gemindert hat. Auch nach 21 Uhr war noch ordentlich Schwung im Laden, und das tolle Publikum war auch nicht klein zu kriegen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Fans im Saarland und ums Saarland herum!

 
  Wenn wir schon beim Bedanken sind: nach einer kurzen Unterbrechung hat uns wieder unsere Ehrenbisttalmöwe Marie-Elisabeth Denzer tatkräftig unterstützt und die Moderation des Abends übernommen. Unser Vormann Peter Mögling war an diesem Abend auffallend ruhig, heute hatte eindeutig Frau Denzer die Hosen an.

Frau Denzer, Ihnen ein herzliches Dankeschön, wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
 
  Die Ministerpräsidentin des Saarlandes als Schirmherrin des Festivals konnte an diesem Abend leider nicht bei uns sein. Sie wurde würdig vertreten vom Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Herrn Andreas Storm. Herr Storm hat sich vor einiger Zeit bereits als begeisterter Shantyfreund geoutet, weshalb wir uns besonders freuen, dass er die Vertretung seiner Chefin übernommen hat. Herr Minister, herzlichen Dank für Ihr Kommen.  
  Das Shantyfestival der Bisttalmöwen fand nun bereits zum zweiten Mal in der Landeshauptstadt Saarbrücken statt. Dass uns dabei auch die Oberbürgermeisterin, Frau Charlotte Britz - übrigens ebenfalls eine Ehrenbisttalmöwe - die Ehre ihres Besuches gab, ist fast schon eine Selbstverständlichkeit. Egal wo wir in Saarbrücken auftreten, Frau Britz schaut mit Sicherheit vorbei.  
  Chöre, Moderatoren, Prominente, das sind die Zutaten einer Festivalsuppe. Doch ohne Salz und Pfeffer mundet auch die nur halb. Deshalb möchten wir an dieser Stelle allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben, ausdrücklich unseren Dank aussprechen
. Ob als Servicekräfte beim Getränke- und Imbissverkauf, als Hausmeister bei der haustechnischen Beratung, als Feuerwehr- und Rotkreuzhelfer in Gott sei Dank nicht eingetretenen Notfällen, als Garderobenkräfte und, und, und ..., alle haben ihren ganz persönlichen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung geleistet.
 
  Aus diesem Kreis ist jedoch einer noch ganz besonders hervor zu heben. Ohne ihn wäre alles nichts gewesen: unser Tontechniker Jan, der alle Höhen und Tiefen optimal ausgesteuert hat, damit jeder Besucher zufrieden und froh gelaunt den Heimweg antreten konnte.  
   
     
   

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